.: Abland - Rezensionen


Taschenbuch: 155 Seitens
Verlag: Droschl, M (1991)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3854202091
ISBN-13: 978-3854202097

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Pressespiegel
Literaturhaus Salzburg  
Über Günther Freitags Roman "Abland":

Die Suche nach dem fehlenden Rhythmus, ohne den jeder Schritt zur kräfteraubenden Anstrengung wird, bestimmt das Leben des Studenten Georg Landauer. Wie sein Gehen ist ihm auch das Schreiben zur Qual geworden. Seine Arbeiten aus der Musikwissenschaft und der Volkskunde sind ins Stocken geraten. In seinem Studentenzimmer von der Außenwelt isoliert, die Silberfische im Waschbecken als einzige Gesprächspartner, schwankend zwischen humoriger Klarsicht und schierer Verzweiflung, überläßt sich Landauer immer häufiger einer Phantasiewelt, welche die dumpf-gewalttätige, Anpassung, Ordnung und meßbaren Erfolg fordernde Gesellschaft in skurrilen Episoden nachäfft oder sich aus pubertären Wunschträumen nährt, die - spielerisch-selbstironisch verfeinert - sexuelle Erfüllung und Siege über die ihm vorgesetzten Autoritäten ausmalen. Über all der Tristesse banaler Alltäglichkeit und unerfüllter Begierden steht mildernd die Macht der Musik.

     

     
Der Standard  

Dieser in seiner Bösartigkeit teuflisch unterhaltsame Roman ist einmal mehr ein Nachweis, daß das Leben, sobald es sich vom großen Pfad entfernt, nicht grundsätzlich ein Mangel sein muß, der sich an der Festschreibung der für diesen Zustand Schuldigen schadlos hält, sondern daß die Abweichung ein Potential an Durchblick und Lästerkraft freisetzt, das durchaus positiv verbucht werden kann.

Alfred Paul Schmidt im STANDARD über „Abland“

     

     
Falter  

Dennoch ist Freitags Roman weit entfernt von jenem satirischen Blick auf die hiesigen Verhältnisse, der eine mitunter klischeehafte Wirklichkeit mit Mitteln zu entlarven versucht, die oft genug zu bloßen Gegen-Klischees verkommen. Die bestehenden Verhältnisse sind dem Autor ebenso suspekt wie bestimmte Muster der Kritik an ebendiesen. Und so hantiert Freitag gleichsam auf einer Metaebene mit verschiedenen Versatzstücken (auch der österreichischen Literatur), die er lustvoll durcheinanderwirft.

Klaus Nüchtern im FALTER über „Abland“







(p) & (c) günther freitag 2011