.: Geträumte Tage

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"Das gehörte für Karner zum Schlimmsten: im Lesesaal der Universitätsbibliothek zu sitzen und zu erkennen, wie die mit Büchern vollgestopften Regale sich die Wände hoch bis zur Glasskuppel türmten." Wie im Traum registriert Karner den Verlust jener Bindungen, für die er gelebt zu haben glaubt: die Frau, seine Studien, die Menschen im Café, die sich längst in die Verweigerung geflüchtet haben. Was bleibt, ist die Hoffnung, aus seiner Gebrochenheit in die Absicht zurückzufinden... Günther Freitag erzählt und erfindet, die Geschichte sperrt sich und wird gebrochen: Geträumte Tage, die Platz lassen, neue Zugänge schaffen, aufmerksam machen. Es ist etwas anzufangen mit der Wirklichkeit in den Zwischenräumen der Wahrheit.“

 


Bläschke Verlag











(p) & (c) günther freitag 2015